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Högersdorf, der 29.05.2017 um 19:01 Uhr
Pressespiegel 2003

Lübecker Nachrichten | ln-online | 24. November 2003

Zwei Festnahmen nach Sachbeschädigung

Aufgrund von Hinweisen aufmerksamer Anwohner konnten am frühen Samstagmorgen zwei junge Männer festgenommen werden, die zuvor in Högersdorf eine Telefonzelle, an der B 432, Höhe Abfahrt Högersdorf, ein Bushaltehäuschen stark beschädigt und noch einen Kleidercontainer umgeworfen hatten. Eine Schadenshöhe konnte noch nicht genannt werden.

Da der 22-jährige Elmshorner und der 24-jährige Wahlstedter merklich alkoholisiert waren, durften sie ihren Rausch in den Gewahrsamszellen Bad Segeberg ausschlafen.

Wichtiger Hinweis: Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Original-Pressemitteilung der Polizei. Sie wurde automatisch in unseren Dienst übernommen und von uns redaktionell nicht bearbeitet.

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Lübecker Nachrichten | ln-online | 25. September 2003

Handwerkskammer und Kreisverwaltung machen einem Schmied das Leben schwer

Seit Monaten steht Schmied Nils Winderlich in den Startlöchern zur Selbständigkeit. Doch langsam mahlende Behördenmühlen und kostspielige Auflagen machen es ihm schwer.

Högersdorf-Rotenhahn - Mit ausholenden Schlägen seines Kilo schweren Hammers bearbeitet Schmied Nils Winderlich das glühende Metallteil auf dem Amboss, schiebt das gleißende Werkstück wieder in die Kohlen der Esse - ein Kunstwerk entsteht, ein Kranich. "Mein erster öffentlicher Auftrag war, ein Wandbild für das Bürger- und Feuerwehrhaus in Högersdorf zu fertigen", sagt er, und dabei schwingt ein bisschen Stolz in seiner Stimme mit.

Winderlich ist Metallgestalter und verdingt sich in seiner kleinen Werkstatt in Rotenhahn als Metallkünstler, hat sogar schon Ausstellungen mit seinen Skulpturen bestückt. Aber viel lieber würde er in seinem erlernten Beruf selbständig sein - Zäune, Beschläge, Gartenzubehör, der Markt ist da. "Aufträge genug würde ich bekommen", ist sich der 30-Jährige sicher.

Neben seiner kleinen Werkstatt - "die Maschinen und das Werkzeug habe ich mir von dem Geld gekauft, das ich auf meiner dreijährigen Wanderschaft durch Deutschland, Italien und Amerika verdient habe" - steht eine geräumige Halle. Genau richtig, um vielleicht sogar mit Mitarbeitern loszulegen, also Arbeitsplätze zu schaffen. "Dazu brauche ich eine Baunutzungsänderung", so Winderlich. Mittlerweile ist sie da, nach schleppenden sechs Monaten, allerdings mit der Auflage, Sozialräume zu schaffen. Doch die gibt es schon: raus aus der Halle, einmal ums Gebäude, keine 30 Meter. Die Sanitäranlagen gehören zwar zu einer anderen Firma, aber die Nutzung durch Winderlich ist gesichert. "Reicht nicht", sagt der Kreis: "Der Weg vom ständigen Arbeitplatz zu den Toiletten soll nicht durchs Freie führen", heißt es wörtlich in der Auflage der Kreisverwaltung. Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit hat diese Begründung eingebracht: "Dieses Soll aus der Arbeitsstättenverordnung 4 ist ein juristisches Muss", heißt es dort. Verwunderlich: Die Firma, zu der die Klos gehören, hat eine große Halle, noch weiter weg vom stillen Örtchen. Hier ist es normal, dass die Arbeiter quer übern Hof gehen - Bestandsschutz macht das möglich.

"Da sind wieder Bürokraten am Werk", kann auch Högersdorfs Bürgermeister Arnold Wilken nur den Kopf schütteln. Der kostspielige Hallenumbau ist jedoch nur ein dicker Brocken, der Winderlich auf dem Weg zur Selbständigkeit im Weg liegt: "Im Moment darf ich nicht einmal einen Kerzenständer bauen und verkaufen." Das nämlich ist ein Gebrauchsgegenstand, und dafür bräuchte der tatkräftige junge Mann einen Meisterbrief, um in die Handwerksrolle eingetragen zu werden. Den macht er zwar gerade in der Abendschule, aber noch hat er ihn nicht in der Tasche.

"Ich habe einfach den falschen Pass", meint der in Fahrenkrug lebende Schmied. "Ein Holländer beispielsweise könnte hier in Deutschland ohne große Probleme loslegen." Die zuständige Handwerkskammer Lübeck bestätigt das. "Ein Handwerker aus diesem Land hätte Anspruch auf eine unbefristete Ausnahmebewilligung", erklärt Margret Bialkowski, zuständig für die Handwerksrolle. Eine Gesetzesänderung für hiesige Handwerker ist in Arbeit, muss allerdings noch durch den Bundesrat abgesegnet werden. Frühestens zum 1. Januar 2004 soll sie in Kraft treten. Allerdings: Metallbauer gehören dann wohl weiterhin zu den Handwerkern, die einen Meisterbrief benötigen.

Auch Winderlich kann eine Ausnahmegenehmigung bekommen, das ist allerdings nicht so einfach und dauert seine Zeit. Immerhin ist das Können des jungen Handwerkers gut genug, dass er ab November als Fachlehrer für Metallgestaltung in der Berufsschule in Eckernförde arbeiten und den Auszubildenden beibringen darf, wie man einen Kerzenständer baut.

Von Heike Hiltrop, LN

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Segeberger Zeitung | 15. September 2003

Günstiges Face-Lifting für Bürgerhaus

Wie gut man mit Sparsamkeit und wenig Geld zum Ziel kommt, bewies die Gemeinde Högersdorf. Für nur 50 000 Euro wurde das Bürger- und Feuerwehrhaus renoviert und durch Um- und Anbau erweitert. Es hat nun ein neues Dach und einen weiteren Raum. Gäste aus Politik, Feuerwehrführung und Einwohner feierten das Face-Lifting des örtlichen Veranstaltungszentrums. Für Musik und Spiele sorgten die Feuerwehr und der Vogelschießerverein.

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Hamburger Abendblatt | 30. Juli 2003

An Hügelgräbern gibts Nachhilfe

Kreis Segeberg stellt Informationstafeln mit historischen Hinweisen auf.

Von Frank Knittermeier

Kreis Segeberg - Wer aufmerksam durch den Kreis Segeberg fährt, wird auf Feldern hin und wieder von Bäumen umgebene Anhäufungen von Steinen finden. Die deuten meistens auf Hügelgräber hin, in denen vor 4000 bis 5000 Jahren Menschen bestattet wurden. Davon gibt es rund 400 im Kreisgebiet. Die untere Denkmalschutzbehörde hat einen ersten Schritt gemacht, um der Bevölkerung die geschichtlichen Überbleibsel näher zu beschreiben: An sechs besonders markanten und gut zugänglichen Gräbern wurden jetzt Hinweis- und Erläuterungstafeln aufgestellt.

Ursprünglich waren die Hügelgräber Adeligen vorbehalten. Später wurden dort auch die normalen Bürger bestattet. So kommt es, dass in einem Hügelgrab mehrere Menschen übereinander ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Grabhügel bei Tarbek ist ein besonders markantes Beispiel: Etwa 80 Meter lang ist dieses Grab, in dem vermutlich sehr viele Menschen begraben wurden.

Zu den Hügelgräbern, die mit Tafeln versehen wurden, gehört auch das Grab in Kisdorf am Ortsrand zu Henstedt-Ulzburg, südlich der Ulzburger Straße. In Bad Bramstedt wurde das Hügelgrab im Bereich des alten Waldschwimmbades mit Schildern versehen. Außerdem gibt es Hinweistafeln bei den Gräbern in Mönkloh, Heidmoor, Högersdorf und Bebensee. Das Hügelgrab Wensin soll nach Angaben von Eckhard Wiemer von der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises als nächstes beschildert werden.

Die Gräber gehören zu den 455 archäologischen Denkmälern im Kreis Segeberg. Sie sind durch Eintragungen in das Denkmalbuch besonders geschützt. Andere Denkmäler sind zum Beispiel ehemalige Burganlagen, von denen die meisten nur zwei- oder dreigeschossig sind. So wird in Travenhorst schon seit über zwei Jahren eine mittelalterliche Burg ausgegraben, die besonders gut erhalten ist.

erschienen am 30. Juli 2003 in Norderstedt

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Lübecker Nachrichten | 2. Juli 2003

Högersdorf: Bürgerhaus künftig ohne Telefon

Högersdorf - In Zeiten, in denen das Geld knapp ist und Städte und Gemeinden sparen müssen, schauen die Kommunen ganz genau auf ihre Kosten. Und sie finden Möglichkeiten, wie und wo sie auch kleine Beträge einsparen können. Die Gemeindevertreter in Högersdorf nahmen sich in ihrer Sitzung am Montag die Telefonrechnung vor: Die Grundgebühr des Festnetz-Anschlusses im Bürgerhaus der Gemeinde kostete im vergangenen Jahr über 100 Euro, dabei wurden nur Einheiten im Wert von gut 13 Euro vertelefoniert - nun wird das Telefon abgemeldet: "Heutzutage hat doch sowieso fast jeder ein Handy, so dass es im Notfall keine Engpässe gibt", befand Bürgermeister Arnold Wilken. Die Gemeindevertreter stimmten ihm zu, nun wird der Anschluss gekündigt.

Nicht ganz so einfach konnten die Kommunalpolitiker die Trinkwasserversorgung von Högersdorf abhaken: Zwar seinen Rotenhahn und das Högersdorfer Neubaugebiet ohne Mängel, doch besonders im Altdorf gebe es Klärungsbedarf, wo defekte Leitungen lägen und sich so genannte Wasserschieber befänden. "Hier fehlt teilweise die Beschilderung ganz, oder es befinden sich diese zur Ab- und Anschaltung wichtigen Anschlüsse dort, wo keiner weiß, was sie dort sollen", so Wilken. Nun soll sich der den Bau-, Wege und Wasserausschuss in Zusammenarbeit mit einem Experten darum kümmern.

Einstimmig sprachen sich Högersdorfs Gemeindevertreter schließlich dafür aus, dem vorläufigen Flächennutzungsplan des Zweckverbandes Mittelzentrum zuzustimmen. Immerhin betrifft die Planung eine Högersdorfer Fläche von etwa 40 Hektar, die eigentlich nicht mehr im Bereich des Mittelzentrums liegt. Sie ist für die Ansiedlung von Gewerbe vorgesehen. Was ganz im Interesse des Dorfes sei. Allerdings: "Es ist ja nur ein Entwurf, und ob hier wirklich eines Tages Firmen ansiedeln, wissen wir nicht", kommentierte Bürgermeister Wilken den Plan, der von Ulrich Jordan erläutert wurde.

Einig war man sich über die Beteiligung an der "regionalen Kooperation Segeberg/Umland". Nachdem die aufgewühlte Diskussion unter den verschiedenen Kooperationspartnern einem sachlichen Gespräch gewichen sei (die LN berichteten), solle man sich dem nicht verschließen. "Allerdings reden wir hier wirklich über Zusammenarbeit, die ja schon in vielen Bereichen besteht, und nicht über Eingemeindung", so Arnold Wilken. "Kooperation wollen wir schon lange, doch unsere Selbstständigkeit aufgeben, darüber denken wir nicht einmal im stillen Kämmerlein nach", steckte er die Grenzen klar ab.

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Dienstag, 4. März 2003

Auch mal gegen den Trend gestimmt

Kommunalwahl im Amt Leezen: Bürgermeister-Wahlen werden spannend

... Högersdorf wählte gegen den Trend

Arnold Wilken kann Bürgermeister in Högersdorf bleiben, seine Kommunale Wählervereinigung Högersdorf (KWVH) nahm - gegen den Trend - der sonst so erfolgreichen CDU sogar noch 1,5 Prozent ab und wird mit 59,6 Prozent der Stimmen weiterhin fünf der neun Gemeindeverteter stellen. Zwei Stimmen mehr als Wilken (134) erhielt Hans-Werner Ehlers (KWVH). Wilken führt das Ergebnis darauf zurück, dass "die Arbeit in den letzten Jahren bewertet worden ist". Der Berliner Trend habe sich in Högersdorf nicht bemerkbar gemacht. Direkt gewählt wurden: Arnold Wilken, Hans-Werner Ehlers, Wilfried Bausch, Ulrich Rath und Ulrich Jordan (alle KWVH). Über die Liste rücken in die Gemeindevertretung ein: Sigrid Düwiger, Emil Heuer, Wolfgang Teegen sowie Peter Schumacher (alle CDU)....

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