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Högersdorf, der 29.05.2017 um 19:05 Uhr
Pressespiegel 2009

Segeberger Zeitung | 09. Dezember 2009

Högersdorf - Unzufrieden sind die Högersdorfer Gemeindevertreter mit der Planung des Landes für den Bau der Autobahn A20 im Nordwesten von Högersdorf. Zwar haben die Projektplaner nach einer Überarbeitung für die Südumgehung Bad Segeberg den Lärmschutz verbessert. Doch mehrere Kritikpunkte bleiben oder kamen hinzu. Diese fassten die Politiker während der Sitzung im Bürgerhaus in einer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren zusammen. So fordert Högersdorf, die bestehende Ampelanlage am Ortsausgang an der B432 trotz der geplanten Straßenumbauten zu erhalten. Die Erdarbeiten für die Verlegung der Bundesstraße und den Bau des Autobahnkreuzes A20/A21 dürften auch kein Grund sein, Högersdorf von der Außenwelt abzuschneiden. Ferner müssten die Straßen in Richtung Bad Segeberg und Ochsenzoll stets passierbar sein, auch für die Busse. Außerdem sollen während der umfangreichen Bauarbeiten die Schulwege weiterhin sicher sein. So müsse die Bushaltestelle an der B432 stehen bleiben. Die Kommune wünscht sich gegenüber eine zweite. Doch nach Erkundigungen der Bürgermeisterin Astrid Wilken-Rath würde Högersdorf der Bau zwischen 6000 und 30.000 Euro kosten. Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent gebe es nur, wenn sie aufwändig behindertengerecht gebaut wird. Das kann sich Högersdorf nicht leisten. So wurde der vorgesehene Investitionsbetrag von 7.000 Euro aus dem Haushaltsentwurf 2010 entnommen. Ferner soll auch im vorderen Teil der Dorfstraße ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde festgesetzt werden, um den Verkehr zu beruhigen.

Gebühren steigen. Die Abwassergebühren werden angehoben, ab Januar 2010 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter. Zuvor war die Gebühr seit 2006 unverändert bei 2,10 Euro. Das Amt Leezen hatte nach Angaben des Finanzausschussvorsitzenden Emil Heuer errechnet, dass die Schmutzwasserentsorgung seit drei Jahren unterfinanziert ist. Das Gesetz verlange kostendeckende Gebühren.

Ähnlich liegt der Fall bei den Wassergebühren. Die Benutzungsgebühr liegt bei 1,05 Euro pro Kubikmeter. Nötig wären 1,16 Euro. Diese Anhebung
stellte die Gemeindevertretung aber zurück. des

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Segeberger Zeitung | 10. Dezember 2009

Högersdorf rechnet mit jedem Euro - Gemeindevertreterversammlung vom 07.12.09

Högersdorf - "Nicht allzu rosig" sieht die Haushaltslage der Gemeinde aus, bedauerte Finanzausschussvorsitzender Emil Heuer während der Gemeindevertretersitzung im Bürgerhaus. Die Einnahmen aus Steuern und anderen Zuwendungen liegen 2010 rund 33000 Euro niedriger als in diesem Jahr. Die laufenden Ausgaben können nicht mehr gedeckt werden. Allein die Kosten für den Besuch von Högersdorfer Kindern an Schulen im Umland schlägt mit 80.000 Eurozu Buche, 1.500 Euro pro Schülerplatz. So muss Högersdorf mit jedem Euro rechnen. Bei einer Gegenstimme von Wolfgang Teegen (CDU) wurde der Haushalt 2010 gebilligt.

Unklar ist noch, wie defekte Straßenlaternen repariert werden. 800 Euro wollte eine Elektrofirma haben. Nun wird geprüft, ob es nicht billiger geht. Kosten einsparen will die Gemeinde auch in einer Bauangelegenheit. Högersdorf wehrt sich dagegen, dass in einem Kiesabbaugebiet jenseits der B432 eine Brecheranlage fest installiert wird. Um dies zu verhindern, war daran gedacht worden, den Flächennutzungsplan zu ändern. Das wäre aber mit hohen Kosten verbunden. Günstiger sei es, das Ziel im Genehmigungsverfahren für das Kiesabbaugebiet durchzusetzen, hatte Bürgermeisterin Astrid Wilken-Rath nach Gesprächen mit Kreisplaner Frank Hartmann und dem Ingenieur Eberhard Gebel erfahren, der für die Gemeinde arbeitet. Högersdorf müsse seine Interessen dann aber mit Nachdruck bei der Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde durchsetzen.

des

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Segeberger Zeitung | 07.November 2009


Knotenpunkt bei Möbel Kraft wird doch nicht umgebaut


Segeberg - Das hatten sich die Bad Segeberger ganz anders vorgestellt. Und sie waren eigentlich sicher, dass ihre Wünsche beim Land auf offene Ohren gestoßen sind. Doch auf einmal will man in Kiel von angeblichen Zusagen nichts mehr hören: Eher nebenbei ließ man die Stadt unlängst wissen, dass der Verkehrsknotenpunkt B206/Ziegelstraße/Hamburger Straße/B432 nun doch nicht ausgebaut werden soll. Kommunalpolitiker und Verwaltung in der Kreisstadt sind überrascht - und empört. Damit sei allen bisherigen Stellungnahmen der städtischen Gremien zur Autobahn A20 südlich um Bad Segeberg herum "die Geschäftsgrundlage entzogen", wettert Bürgermeister Dieter Schönfeld. Während der nächsten Sitzung der Stadtvertretung am Dienstag, 10. November, ab 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses soll nun eine deutliche Resolution verabschiedet werden, in der vom verantwortlichen Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein die Umsetzung der längst öffentlich präsentierten und ausgiebig diskutierten Pläne - bis hin zu einer Extra-Anbindung für Möbel-Kraft - gefordert wird. Die Bad Segeberger befürchten nicht weniger als einen Verkehrskollaps, wenn alles so bleibt, wie es ist. Grundlage ihrer Sorgen ist die Analyse eines Verkehrsgutachters aus dem Jahr 2006, der eine starke Veränderung der Verkehrsströme in Bad Segeberg prophezeit, wenn im Zuge des Autobahnbaus die B 432 wie geplant verlegt und bei Högersdorf in Richtung B 206 verschwenkt wird. Die meisten Fahrzeuge von der B 432 kämen dann nicht mehr über die Hamburger Straße ins Stadtgebiet, sondern über die B 206. Und auch von der neuen Autobahn-Anschlussstelle bei Schackendorf flösse zusätzlicher Verkehr von dort nach Bad Segeberg hinein. Das Problem: Die so genannten Anschlussknoten von der B206 mit der Hamburger Straße und der Ziegelstraße wären dieser Belastung kaum gewachsen. Laut Gutachten würden dort täglich nicht mehr gut 27000, sondern über 32000 Fahrzeuge auflaufen. "Wird auf die Umgestaltung verzichtet, wäre der Verkehr aus Richtung Ostsee gezwungen, von der B 206 die jetzige Auffahrtsrampe auf die B 432 an der Hamburger Straße zu benutzen", heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Dort müssten die Fahrer warten, weil der innerstädtische Verkehr aus Richtung Süden Vorrang hat. Experten rechnen mit knapp 5000 Fahrzeugen am Tag an dieser Stelle. Wahrscheinliche Folgen: Staus auf der B206 bis weit über den Abzweiger nach Schackendorf zurück und deutlich mehr Verkehr im Stadtgebiet, weil Verkehrsteilnehmer sich Ausweichmöglichkeiten suchen. Der Umbau des Knotenpunktes sei zwischen Stadt und Behörde bereits bis ins Detail erörtert worden, erklärte der Bürgermeister, bis hin zu einzelnen Ausbauvarianten. Zu keinem Zeitpunkt habe es seither Hinweise gegeben, dass die für Bad Segeberg so wichtige Maßnahme nicht umgesetzt wird. Vor allem die Art und Weise der Kommunikation hat Stadtverwaltung und Politik vergrätzt: Zum einen habe der Landesbetrieb ohne jegliche Beteiligung der Stadt von den Plänen Abstand genommen, zum anderen die Verwaltung "beiläufig in einem Schreiben aus ganz anderem Anlass" darüber informiert. "Dafür fehlt uns hier jedes Verständnis", sagte Schönfeld. Da es sich bei den betroffenen Verbindungen ausschließlich um Bundesstraßen handele und die Ursachen für mögliche Probleme einzig im Bau der A20 lägen, wollen die Bad Segeberger den Ausbau des Knotenpunktes wie geplant fordern. Ob eine solche Resolution Erfolg hat, ist ungewiss. Beim Landesbetrieb weist man darauf hin, dass es niemals eine feste Zusage gegeben habe.
Von Thorsten Beck

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Segeberger Zeitung | 08. Oktober 2009

Bekanntmachung des Amtes Leezen

Energiewirtschaftsgesetz


Gemäß 46 Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz

Für die Gemeinden Bark, Bebensee, Fredesdorf, Högersdorf, Kükels,
Leezen, Mözen, Neversdorf, Schwissel und Todesfelde laufen die Konzessionsverträge für die Stromversorgung sowie für die Gemeinde Leezen auch für die Gasversorgung aus bzw. sind bereits ausgelaufen. Der Ablauf der Verträge wurde nach 46 Abs. 3 Satz 1 EnWG am 28. 06. 2007 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Aufgrund der Bekanntmachung haben zwei Unternehmen ihr Interesse bekundet und Gelegenheit erhalten ihr Unternehmen und das Konzept den Vertretern der Gemeinden vorzustellen. Anschließend haben die Gemeindevertretungen entschieden, einen neuen Wegenutzungsvertrag "Strom" bzw. "Gas" mit der E.ON Hanse AG mit einer Laufzeit von 10 Jahren abzuschließen und somit die Zusammenarbeit mit der E.ON Hanse AG fortzusetzen.

Folgende Gründe haben zu diesen Entscheidungen geführt: Leezen, den 06. 10. 2009

Amt Leezen

Der Amtsvorsteher
gez. Hildebrandt-Möller

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Segeberger Zeitung | 02. Okbtober 2009

Noah Fredrich lief in Hamburg 1000 Meter in 3:53,7 Minuten.

Kreis Segeberg - Wer beim Fest der 1000 Zwerge an kleine Gnome mit bunten Mützen denkt, die lustig im Kreis herumtollen, liegt daneben. Die Teilnehmer des traditionellen Leichtathletikfestes in der Hamburger Jahnkampfbahn sind - wenn überhaupt - nur aufgrund ihres noch jungen Alters und der daraus resultierenden (noch) nicht vorhandenen Körpergröße mit Zwergen zu vergleichen. Die jungen Sport- Asse trumpften groß auf und lieferten zum Saisonabschluss eine Reihe von Bestleistungen ab.

Lenn Mügge (15), Landesmeister der A-Schüler über 100 Meter, verbesserte in Hamburg seinen eigenen Kreisrekord über 300 Meter auf 37,5 Sekunden. Der Sprinter vom TSV Nahe verpasste dabei um 51 Hundertstelsekunden den Landesrekord von Lasse Zunker aus dem Jahr 2001. "Ich hoffe, dass ich jetzt in den Sprint- Landeskader aufgenommen werde", sagt der junge Athlet, der unter der Regie von Dieter Bocksch trainiert. "Das ist ein sehr guter Saisonabschluss", sagte Bocksch zufrieden. Nicht nur für die älteren ASchüler, sondern auch für den Nachwuchs war die zweitägige Veranstaltung in Hamburg noch einmal eine echte Herausforderung.

Schülertrainer Ralph Meyer (SC Rönnau 74) hatte alle Hände voll zu tun, um in dem Gewusel an der Laufbahn nicht den Überblick zu verlieren und seine Schützlinge pünktlich zum Start zu schicken. Noah Fredrich ließ sich von der allgemeinen Hektik allerdings nicht anstecken. Ganz cool bereitete er sich auf sein 1000- Meter-Rennen vor - für ihn war die Streckenlänge nichts Neues. Er landete in 3:53,7 Minuten auf Platz 17 und war damit in seinem Jahrgang Vierter. "Ich war auch schon beim Segeberger Volkslauf über 9,5 Kilometer dabei. Da war ich übrigens schneller als mein Vater", sagte der Neunjährige keck. Seit zwei Jahren trainiert der Högersdorfer beim SC Rönnau 74. Er hat hohe Ziele. "Ich möchte gerne den Kreisrekord meiner Altersklasse im 5000 Meter- Straßenlauf knacken", sagt er. Die Bestmarke von Felix Gessert (1997, SV Friedrichsgabe) liegt bei 21:28 Minuten.


Segeberger Zeitung | 01. Oktober 2009

Feuerwehr Högersdorf trat zum Blutspenden an

Zum Blutspenden trat die Freiwillige Feuerwehr Högersdorf in Leezen an.

Segeberger Zeitung, 01.10.09
Zum Blutspenden trat die Freiwillige Feuerwehr Högersdorf in Leezen an. Organisator Jürgen Hein (hinten links), Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Leezen, freute sich über die Hilfe der Blauröcke. "Auf den Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren werbe ich immer für das
Blutspenden. Meine Ansprache hat offensichtlich Erfolg, denn die Feuerwehrkameraden wissen genau, dass Blutspenden lebenswichtig ist."

Bevor die Feuerwehrleute zur Ader gelassen wurden, überprüfte DRK-Arzthelferin Petra Drewitz (rechts) noch den Hb-Wert. Daran lässt sich erkennen, ob der Sauerstoffträger Hämoglobin in ausreichender Konzentration im Blut vorhanden ist. Beim Termin im Leezener Schulzentrum kamen rund 90 Blutspenden zusammen, die zum DRK-Blutspendedienst nach Lütjensee gebracht wurden und dort für Krankenhäuser aufbereitet werden. Als Dankeschön gab es für alle Spender ein reichhaltiges Abendbrot. Text/Foto hdb

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Segeberger Zeitung | 24. September 2009

A20: Tunnel für Fledermäuse

Neue Planungsdetails: Damm durch Kieskuhle, Autobahn endet womöglich an Ampel, 233000 Lkw-Touren

Kreis Segeberg - Grünbrücken für den Wildwechsel über Autobahnen sind schon nichts Außergewöhnliches mehr. Doch der Artenschutz treibt weitere Blüten. Nach SZ-Informationen werden im Zuge des A20-Baus bei Bad Segeberg auch zwei Tunnel gebuddelt - damit Fledermäuse gefahrlos die Trasse queren können. Aus Planunterlagen geht zudem hervor, dass riesige Erdbewegungen nötig sind und ein A20-Abschnitt wohl zeitweise an Ampeln endet. Die Fledermaustunnel sollen nahe Wittenborn und südlich von Bad Segeberg angelegt werden. Die großen Wellblechrohre haben einen Durchmesser von vier bis fünf Meter, teilte Britta Lüth von der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr mit. Diese und andere Plandetails werden ab 19. Oktober für einen Monat in den Ämtern öffentlich ausgelegt, damit Bürger sie einsehen und Stellung nehmen können. Sie sind Teil des laufenden Planfeststellungsverfahrens für die Südumgehung Bad Segebergs von Weede bis Wittenborn. Nach Protesten von Naturschutzverbänden hatten die Landesplaner nacharbeiten müssen. Dazu zählte die Verbesserung im Fledermausschutz. Tausende Tiere haben Quartier in den Kalkberghöhlen in Bad Segeberg. In anderen Bundesländern gebe es solche Tunnel für Fledermäuse bereits, erläutert Planerin Lüth. Im Zuge des Änderungspakets werden auch Lärmschutzwälle und -wände größer gebaut als früher geplant. Davon profitieren Schackendorf, Högersdorf und Wittenborn. Ferner bleibt die B432 als Travequerung doch erhalten. Sie liegt dann unterhalb einer A20-Brücke und führt in Bad Segebergs Südstadt und zur Kreisfeuerwehrzentrale. Nutzen dürfen die Straße dann aber nur Fahrzeuge bis zwölf Tonnen. Knifflig wird der Bauabschnitt von Wittenborn bis zur A7 bei Bad Bramstedt. Eine Grünbrücke bei Todesfelde führt Wild direkt auf eine Landesstraße. Außerdem läuft die Autobahn bei Bark mitten durch die Seenplatte eines Kiesabbaugebiets. Die Kiesförderung zu stoppen ist nicht möglich; sie war bereits 1993 genehmigt worden. Der Damm durch den See muss 20 Meter hoch sein. Um den Aufwand gering zu halten, wird ein Teil der Trasse auf einem bestehenden Redder und durch Gebiete geführt, die nicht voll ausgekiest wurden. Der Untergrund wurde mit Echoloten untersucht. Lüth: "Der Damm ist kein Problem." Auch auf den folgenden Kilometern zwischen Todesfelde und der A7 wird die A20 auf einem Damm geführt. Das Grundwasser steht dort hoch, sagt Projektplanerin Britta Lüth. "Diese Schichten dürfen wir nicht durchstoßen." Die Folge: Riesige Erdbewegungen sind auf diesem Abschnitt nötig. Der Gesamtbodenbedarf liegt bei fast 3,3 Millionen Kubikmetern, etwa 230000 Lkw-Ladungen. Ein weiteres Problem ist die Schnittstelle von B206 und A20 westlich von Wittenborn. Dort treffen auch beide Bauabschnitte aufeinander, die jeweils 2015 fertig sein sollen. In der Endfassung ist dort eine Überführung geplant. Doch falls der umstrittene Abschnitt bei Bad Segeberg erst später fertig wird, müssen A20 und B206 vorübergehend ebenerdig miteinander verbunden werden. Das hieße: Die Autobahn von der A7 bis Wittenborn endet westlich von Wittenborn an einer Ampel. Mit der Signalanlage sollen vor allem Radler geschützt werden. Sie nutzen einen Radweg an der B206 und müssen die A20-Trasse sicher queren können - so wie die Fledermäuse.

von Gerrit Sponholz

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Segerberger Zeitung | 21. Juli 2009

Geschicklichkeitsspiele waren der große Wurf

Vogelschießen Högersdorf 2009

Mehr Bilder in der Bildergalerie

Noah Fredrich (9), Yorrick Rath (9), Nico Walther (9), Marvin Heß (6) und Lisa Reißig (8) hatten viel Spaß beim Tischtennis-Zielwerfen. Sie beteiligten sich begeistert an den Spielen.

Högersdorf - Tischfußball, Luftgewehrschießen oder Bowling mit Steinen: an altbewährten und neuen Spielen hatten Jung und Alt beim Vogelschießen viel Spaß.

Astrid Wilken-Rath (47), Vorsitzende des Vogelschießvereins und neue Bürgermeisterin von Högersdorf, freute sich: "Bei knapp 400 Einwohnern haben heute 70 Kinder bei den Spielen mitgemacht, das war einesehr hohe Beteiligung." An den Spielen für die Minis nahmen 35 Zwei- bis Fünfjährige teil. Darts werfen und Nägel in einen Balken hämmern konnten die Sechs- bis Neunjährigen. Außerdem wetteiferten sie an fünf Tischen mit Spielen wie Tischtennis- Zielwerfen oder Tischfußball. Beim Steinzeitbowling galt es, Steine möglichst nah an ein Ziel zu werfen. "Hier durften die Kinder zum ersten Mal beim Vogelschießen mit Steinen werfen, das hat allen viel Spaß gemacht", sagte Astrid Wilken-Rath. Die Älteren traten in zwei Gruppen am Nagelbalken, an den Spieltischen, beim Steinzeitbowlen und im Luftgewehrschießen gegeneinander an.

Bei den Kleinen gab es aufgrund der großen Beteiligung zwei Könige: Maurice Dümmel und Noah Fredrich, Königin wurde Lisa Reißig. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen wurden Selina Bausch und Gordon Haak Königskinder, bei den Zwölf- bis Fünfzehnjährigen Shari Streich und Max Grönke. Für die musikalische Untermalung sorgten die jungen DJs: der 13-jährige Jonas und sein 15-jähriger Bruder Jannis Stamer. Auch die Erwachsenen waren mit dem Tag zufrieden. "Die Organisation war sehr gut und es haben auch viele Erwachsene bei den Spielen geholfen. Besser geht es gar nicht!", waren sich Heiko Rebling (34) und Nicole Hayn (38) einig. zie

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Segerberger Zeitung | 17. Juli 2009

13. Bürgermeisterin im Kreis Segeberg

Högersdorf - Astrid Wilken-Rath ist die neue Högersdorfer Bürgermeisterin - und die 13. Frau in diesem Ehrenamt im Kreis Segeberg.


Mit Blumen und der Ernennungsurkunde als Ehrenbeamtin: Astrid Wilken- Rath wurde im Bürgerhaus zur neuen Bürgermeisterin der knapp 400 Einwohner zählenden Gemeinde Högersdorf gewählt. Die 47-Jährige erhielt viele Glückwünsche. Foto stö

Wilken-Rath sitzt erst seit einem Jahr in der Gemeindevertretung, war zuvor aber schon bürgerliches Mitglied in den Ausschüssen. Die Mutter von zwei Kindern, 12 und 9 Jahre alt, arbeitet als Beamtin in der Segeberger Kreisverwaltung. Sie ist seit 14 Jahren verheiratet mit Ulrich Rath, der ebenfalls im Gemeinderat mitwirkt, und Tochter des langjährigen Bürgermeisters Arnold Wilken, ihrem Vor-Vorgänger.

So viel Zeit wie ihr Vater werde sie aber nicht in die Kommunalpolitik stecken können, sagte die neue Bürgermeisterin der SZ. Sie müsse schauen, wie sie sich dafür die erforderlichen Stunden freischaufeln" könne, und Prioritäten setzen. Denn als Beamtin, Hausfrau und Mutter hat sie ja schon einen Vollzeitjob.

Der Rücktritt ihres Vorgängers sei für sie überraschend gekommen, erklärte die 47-Jährige. Diplom-Sozialarbeiter Ulrich Jordan (KWVH), der im Ort eine Einrichtung für behinderte Menschen leitet, hatte seinen Rücktritt vor einem Monat mit zeitlicher Überlastung begründet. Hinterher warfen ihm Gemeindevertreter eigenmächtiges Handeln vor: Jordan habe einen Vertrag über Kiesabbau entgegen einem Beschluss geändert und abgeschlossen.

Große Projekte stehen in der knapp 400 Einwohner zählenden Gemeinde in den nächsten vier Jahre nicht an. Wilken-Rath will sich dafür einsetzen, den Bau des Radwegs zum Ortsteil Rotenhahn fortzuführen.

Sie wurde nach der Wahl während der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend im Bürgerhaus von stellvertretender Bürgermeisterin Sigrid Düwiger (CDU) vereidigt. Zum 2. stellvertretenden Bürgermeister rückt Mathias Bölke auf. Mit Nachrückerin Hella Dorando-Marsch entscheiden jetzt vier Frauen und fünf Männer über die Geschicke des Dorfes. "Die Frauenmacht wird immer größer", freute sich Sigrid Düwiger.

Auch im Kreis Segeberg wird die Kommunalpolitik langsam ein bisschen weiblicher. In 13 der 88 Landgemeinden, die von acht Ämtern verwaltet werden, stehen jetzt Bürgermeisterinnen an der Spitze. Mithin ein Anteil von 15 Prozent. Dass sie die 13. ist, lässt Astrid Wilken-Rath kein Unheil befürchten, im Gegenteil. "Die 13 ist für mich eher eine Glückszahl, das sehe ich positiv."

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Lübecker Nachrichten | 17. Juli 2009

Unglaublich: Dieb flüchtet aus Wrack!

Högersdorf – Schwerer Unfall, aber kein Opfer: Die Polizei fahndet nach dem Fahrer eines Wagens, der gestern völlig zerstört im Straßengraben gefunden wurde. Offensichtlich gibt es einen kriminellen Hintergrund.


Verlassen wurde das zertrümmerte Auto auf der K47 zwischen Högersdorf und Rotenhahn von der Polizei aufgefunden.

Gestern Mittag auf der Verbindungsstraße zwischen Högersdorf und Rotenhahn: Polizisten stehen ungläubig vor einem vollkommen zertrümmerten Auto, das im Graben liegt. Es muss sich mehrfach überschlagen haben, die Motorhaube steht offen, Dach und Heck sind eingedrückt. Eine Sporttasche und ein Wanderschuh liegen eingekeilt im Fußraum. Aber vom Fahrer fehlt jede Spur.

Es ist wie im Actionfilm – eigentlich unglaublich: Der Unbekannte ist mit einem Wagen schwer verunglückt, dann aber offenbar aus dem völlig zertrümmerten Auto geklettert und verschwunden. Nicht ohne Grund, wie die Polizei schnell festgestellt hat. Im und am Wrack des VW haben die Beamten mehrere gestohlene Autokennzeichen gefunden. Der Fahrer hat offenbar einiges zu verbergen. Ob der Unfallwagen selbst auch gestohlen worden ist, stand gestern noch nicht zweifelsfrei fest.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei muss der Fahrer auf der Verbindungsstraße zwischen den Bundesstraße 432 und 206 in Richtung Rotenhahn gefahren sein. In einer Rechtskurve ist der Wagen dann offenbar nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Anschließend hat das Auto sich überschlagen und ist knapp 100 Meter weiter im Straßengraben auf den Rädern gelandet. Gegen 12 Uhr ist der Unfall gemeldet worden. „Als die Polizei dort eintraf, war außer einem völlig zerstörten Wagen niemand mehr an der Unfallstelle“, sagte gestern Silke Tobies, Sprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg. Ob in dem Auto außer dem Fahrer noch andere Personen gesessen haben, ist bisher offen. Das Gelände sei von der Polizei abgesucht worden – ohne Erfolg. Die Polizei hat den verunglückten Pkw beschlagnahmt, um ihn kriminaltechnisch zu untersuchen.

Hinweise erhofft sich die Polizei von einem Audi-Fahrer, der nach Angaben von Zeugen an der Unfallstelle angehalten haben soll. „Dieser Mann könnte ein wichtiger Zeuge sein und nähere Angaben zu dem Unfallhergang und den bislang flüchtigen Insassen machen“, so Silke Tobies. Möglicherweise seien Fahrer beziehungsweise andere Insassen auch so schwer verletzt, dass sie ein Krankenhaus oder einen Arzt aufsuchen müssten. Die Polizei bittet nun vor allem den Audi-Fahrer, aber auch andere Zeugen, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Leezen unter der Telefonnummer 04552/610 entgegen.sd/hol

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Segeberger Zeitung | 7. Juli 2009

Högersdorfer Brandschützer feierten 75-jähriges Jubiläum

Kleine Feuerwehr ist froh über starken Partner.


Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski und sein Högerdorfer Kollege Emil Heuer (von links).

Högersdorf - Mit einem bunten Programm und 200 Gästen feierte die Freiwillige Feuerwehr Högersdorf ihr 75-jähriges Jubiläum. Wehrführer Emil Heuer und die 25 Aktiven pflegen gute Kontakte zur benachbarten Feuerwehrin Bad Segeberg. Von dort war eine Abordnung gekommen. "Wenn eine befreundete Feuerwehr Geburtstag feiert, dann gehen wir gerne zu der Feier", sagte Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinski.

Feuerwehrarbeit sei immer Teamarbeit. Diese Ansicht teilte Heuer: "Für uns ist es gut, dass wir mit der großen und gut ausgerüsteten Wehr in Bad Segeberg solch zuverlässige Partner haben". Für seine eigene Wehr hofft er auf Verstärkung. Sechs Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr, mehr als 35 passive Mitglieder unterstützen die Brandschützer finanziell und ideell.

Schriftführer Wilfried Bausch ging auf die Geschichte der örtlichen Feuerwehr ein. Dabei berichtete er unter anderem, dass erst 1957 eine Alarmsirene installiert wurde. Zuvor war ein Alarmhorn verwendet worden, welches auch bei der Jagd zum Einsatz gekommen sei. Vor zehn Jahren habe Högersdorf wegen einer beängstigenden Brandserie bundesweite Bekanntheit erlangt, blickte Bausch zurück.

Amtswehrführer Heinz-Werner Wulff (Todesfelde) hob die Tugenden Kameradschaft, Vertrauen und Disziplin hervor, die in Högersdorf vorbildlich vertreten seien. Amtsvorsteher Jürgen Hildebrandt-Möller (Schwissel) bescheinigte der Feuerwehr Högersdorf eine entscheidende Funktion. "Sie bietet Sicherheit und ist vorbildlich in der Brandbekämpfung aktiv. Das alles leisten die Freiwilligen Feuerwehrleute zum Nulltarif", betonte er.

Die Jugendfeuerwehr ließ Kinder das inszenierte Löschen eines Brandes üben. Hierfür mussten sie die rot angemalten Flammenklappen eines Holzhauses mit dem Wasserstrahl umschießen. Ganz einfach war dies nicht und so gab es für das erfolgreiche Löschen Schlüsselanhänger der Feuerwehr als Belohnung. zie

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Lübecker Nachrichten | 27. Juni 2009

Högersdorfs Bürgermeister Jordan zurückgetreten

Högersdorf – Nur ein Jahr lang war Ulrich Jordan Bürgermeister von Högersdorf, jetzt ist er aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Auch in der Gemeindevertretung wird das Mitglied des Kommunalen Wählerverbandes Högersdorf-Rotenhahn (KWVH) nicht mehr aktiv sein.



Nach nur einem Jahr ist Ulrich Jordan (62), Bürgermeister von Högersdorf, von seinem Amt zurückgetreten. Foto: JEL

„Ich habe das Amt des Bürgermeister und meinen Beruf zeitlich nicht mehr unter einen Hut bringen können“, sagte der 62-Jährige gegenüber den LN und betonte, dass seine Entscheidung keinerlei politischen Gründe habe. Er habe die Reißleine gezogen und nicht auf den letzten Tropfen warten wollen, der das Fass zum Überlaufen gebracht und vielleicht zu ernsthaften Folgen geführt hätte. Er habe gemerkt, dass er nicht mehr zur Ruhe habe kommen können. „Ich war 22 Jahre als Gemeindevertreter aktiv. Ich habe nicht gedacht, dass das Bürgermeisteramt so zeitintensiv ist und mich so beschäftigt“, schilderte der Sozialpädagoge, der Geschäftsführer der „Wohngruppe Högersdorf“, einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen, ist. Gleichzeitig ist er auch Geschäftsführer der „Diele Högersdorf“, die sich um Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bewohner kümmert.

Er habe reiflich überlegt und vor zwei Wochen die Entscheidung für sich und seinen Beruf getroffen. Und diese habe er dann den Gemeindevertretern schriftlich mitgeteilt und persönlich mit dem Amt Leezen gesprochen. „Ich bin jetzt erheblich zufriedener, ich habe mich vor mein Klavier gesetzt – das war völlig eingestaubt – und mit Freude gespielt“, sagte Jordan. Er erklärte auch, dass sich die Gemeindevertreter Astrid Wilken-Rath als neue Bürgermeisterin ausgeguckt hätten. „Wenn Astrid es wird, wünsche ich ihr viel Erfolg, aber vor allem Freude am Amt“, so Jordan.

Doch nicht nur Jordan gibt seine Arbeit in der Gemeindevertretung auf, auch KWVH-Mitglied Wilfried Bausch scheidet aus, ebenfalls aus persönlichen Gründen. Für die beiden rücken Mathias Bölke und Hella Dorando-Marsch nach. Sie werden während der kommenden Gemeindevertretersitzung am 2. Juli im Gemeindehaus verpflichtet. In einer weiteren Sitzung am 15. Juli soll dann der neue Högersdorfer Bürgermeister gewählt werden.

Von Silvie Domann

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Lübecker Nachrichten | 23. April 2009

Sekundenschlaf: Auto touchierte Schulbus in Högersdorf

Högersdorf – Großes Glück für gut 30 Schulkinder aus dem Amt Leezen, die im Schulbus auf dem Weg nach Hause waren.

Das hätte schlimmer ausgehen können. Der Unfall, in den ein Schulbus verwickelt wurde, verlief zum Glück glimpflich. Vorsorglich waren zahlreiche Rettungskräfte zur Unfallstelle auf der B 432 geeilt. Foto: SPREER

Um 13.25 Uhr erschütterte plötzlich auf der Bundesstraße 432 bei Högersdorf ein mächtiger Ruck den Autokraft-Bus. Ein entgegenkommender Toyota war mit seinem Außenspiegel gegen die äußerste Ecke der Windschutzscheibe des Busses gestoßen.

Busfahrer Volker Focke, dem man den Schrecken nach dem Unfall ansah, behielt die Ruhe und brachte seinen Bus rasch am Straßenrand zum Stehen. Seine Sorge galt zunächst den Schülern im Fahrgastraum. „Zwei von ihnen haben Schmerzen geäußert – sie sind gleich von den Rettungsassistenten versorgt worden“, berichtete er den LN. Innerhalb von wenigen Minuten waren zahlreiche Polizeibeamte und Rettungskräfte an der Unfallstelle. Manchem von ihnen wird ein schwerer Unfall eines VW-Golf mit einem Schulbus im September 2008 bei Schlamersdorf in Erinnerung gekommen sein, bei dem vier junge Leute schwer verletzt worden waren.

Wie Busfahrer Focke sagte, sei der von vorn kommende, silberfarbene Toyota plötzlich auf seine Spur geraten und auf den Bus zugesteuert. Bevor es zu einem Frontalzusammenstoß kommen konnte, gelang es dem Fahrer in letzter Sekunde, das Lenkrad herumzureißen. Der Fahrer soll eingeräumt haben, kurz eingenickt zu sein. Die beiden leicht verletzten Schüler, ein Junge und ein Mädchen, sollten vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden. spr

Segeberger Zeitung | Sonnabend, 21. März 2009

Dörfer brauchen Konzepte für altengerechtes Leben

Viele Segeberger Gemeinden werden für Senioren unattraktiv, weil Infrastruktur fehlt.

Kreis Segeberg – Der Anteil der Senioren an der deutschen Bevölkerung wird in den nächsten Jahren deutlich steigen. Das stellt insbesondere kleine Gemeinden im ländlichen Raum vor neue Herausforderungen. Sie müssen sich fragen, wie älteren Bürgern, die nur noch eingeschränkt mobil sind, bei der Bewältigung ihres Alltags geholfen werden kann. In Högersdorf wird zurzeit an einem Konzept gefeilt. In der Großgemeinde Henstedt-Ulzburg hingegen ist die Versorgungslage bereits gut. Bericht von Isabelle Pantel

In vielen Dörfern des Kreises Segeberg gibt es keine Einkaufmöglichkeiten mehr. Auch Arztbesuche oder Behördengänge müssen zumeist in den Städten erledigt werden. Für ältere Bürger ohne eigenes Auto kann das zum Problem werden, selbst wenn der öffentliche Personennahverkehr gut ausgebaut ist. „Högersdorf beispielsweise ist eigentlich leicht mit dem Bus zu erreichen. Allerdings ist der Weg zur Haltestelle weit“, sagt Bürgermeister Ulrich Jordan. Senioren, die nicht mehr gut zu Fuß sind, könnten ihn nicht bewältigen. „Gerade 60- bis 70- Jährige ziehen aus solchen Gründen in die Stadt, obwohl sie lieber auf dem Lande bleiben würden.“

Um die Situation der Senioren in seiner 400-Einwohner-Gemeinde zu verbessern, lud Jordan im vergangenen November zu einem Gesprächsnachmittag ein. Dabei wurden zwei Projekte angeschoben. Eines zielt darauf ab, die Einwohner untereinander besser zu vernetzen. Denn bislang gibt es kaum Kontaktmöglichkeiten in organisierter Form. Einige ältere Frauen treffen sich zwar im Singkreis oder in einer Gymnastikgruppe, ein richtiger Seniorenclub ist in Högersdorf aber nicht vorhanden. In Zukunft sollen ältere Einwohner die Gelegenheit bekommen, sich einmal pro Monat im Bürgerhaus auszutauschen. Dabei könnte zum Beispiel Nachbarschaftshilfe abgestimmt oder über professionelle Hilfsangebote informiert werden. Ein großes Thema dürfte auch die Frage sein, wie Häuser instand gehalten werden könnten, wenn die körperlichen Kräfte ihrer Besitzer nachlassen. Das erste Bürgerhaustreffen fand im Februar statt und stieß laut Jordan auf gute Resonanz. Ebenfalls neu ist ein Fahrdienst, der vom örtlichen Integrationsbetrieb „DieLe“ angeboten wird. Dafür wurde extra ein neuer Kleinbus angeschafft, der im Februar den Betrieb aufnahm. Er kann unter anderem für Einkaufsfahrten oder Ausflüge angefordert werden (Telefon 04551/999633). „Letztendlich ist es unser Ziel, mit derartigen Maßnahmen die Vorteile der Städte aufs Land zurückzuholen“, sagt Jordan.

In den Ballungszentren des Kreises Segeberg verfügen Senioren bereits über eine einflussreiche Lobby, wie das Beispiel Henstedt-Ulzburg zeigt. In der Gemeinde mit ihren 26.000 Einwohnern gibt es seit Jahren einen Beirat, der sich für die Interessen der zurzeit 6.800 Über-60-Jährigen im Ort einsetzt. Seine Mitglieder besuchen regelmäßig Ausschusssitzungen, um sich darüber auf dem Laufenden zu halten, was sich in der Gemeinde tut. „Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung, insbesondere mit Bürgermeister Volker Dornquast, klappt ausgezeichnet“, sagt Horst Manshardt vom Seniorenbeirat.

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Segeberger Zeitung | 14. Februar 2009

Treffpunkt vereint Högersdorfer

Fotos in der Bildergalerie

Neues Angebot der Gemeinde kam bei Jung und Alt gut an – 18 Gäste bei Premiere im Bürgerhaus

Högersdorf – Die Högersdorfer rücken zusammen. Um miteinander klönen und Neues austauschen zu können, hatte die Gemeinde erstmals zu einem „Treffpunkt“ ins Bürgerhaus eingeladen. Zur Premiere kamen 18 Bürger.

Einen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Tee verbrachten sie. Renate Wieck (52), Vorsitzende des Ausschusses für dorfliche Gemeinschaft, zeigte außerdem mit einem Beamer Fotos aus dem Dorfleben. Bürgermeister Ulrich Jordan (62) war sehr zufrieden mit der Resonanz: „Die Erwartungen wurden weit übertroffen. Es kamen viele Leute zur ersten Veranstaltung, und ich denke, dass die nächsten Termine noch stärker genutzt werden.“ Ziel sei, dass die Bürger miteinander ins Gespräch kommen. Es gebe zwar aktive Sing- und Gymnastik-Kreise. Mit dem „Treffpunkt“ wolle die Gemeinde aber auch Bewohner ansprechen, die nicht ganz so beweglich sind. „Es darf niemand ausgeschlossen werden.“

„Wir wollen die älteren und jüngeren Menschen zusammenbringen“, ergänzte Mitorganisatorin Silke Reißig (35), die Kuchen gebacken und Kaffee und Tee zubereitet hatte. Bei Bedarf würden Teilnehmer auch zu Hause abgeholt werden.

Solche Treffen seien leicht zu organisieren, kosten wenig und bringen viel Freude, meinte Renate Wieck.

Für die nächsten Treffen könnten Reiseberichte, Historisches oder Unterhaltsames geplant werden, schlug Ulrich Jordan vor. Wer Ideen habe, könne sich bei ihm melden.

Gisela (76) und Johannes Saggau (79) genossen den Nachmittag: „Das schöne Zusammensein und die Bilder gefielen uns sehr gut. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Treffen.“ Hanno Fillbrandt (69) fühlte sich in der familiären Atmosphäre wohl. „Wir brauchen als Mensch den Umgang mit anderen Leuten, um nicht zu vereinsamen.“ zie

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Lübecker Nachrichten | 12. Februar 2009

Die unendliche Geschichte von den Schülerfahrkarten

Die Umsetzung der neuen Kreissatzung zur Schülerbeförderung mitten im Schuljahr macht Probleme. Einige Kinder, die bislang kostenlos fahren konnten, müssen jetzt für ihre Jahres- oder Monatskarte zahlen.

Bad Segeberg - Wer blickt da noch durch im Fahrkarten-Wirrwarr? Eigentlich ist es doch ganz einfach, Schüler mit dem Bus von Dorf A bis zur Schule X hin- und zurückzufahren. Kompliziert wird es erst, wenn geklärt werden muss, wer denn nun dafür zahlt. Ältere kennen den Witz aus den Siebzigern: Django betritt eine Straßenbahn. Da kommt der Fahrkartenkontrolleur auf ihn zu. "Den Fahrschein, bitte!" Darauf Django furchteinflößend: "Django zahlt heute nicht!. . . Django hat eine Monatskarte!"

Einige Eltern sind derzeit ähnlich cool wie der Westernheld und geben den Kindern weiter die kostenlose Bus-Dauerkarte mit, die sie Anfang des Schuljahres bekommen hatten, obwohl sie eigentlich seit Februar für die Dauerkarte "blechen" müssten. Nachdem der Kreis eine neue Satzung zur Schülerbeförderung beschlossen hat, gibt es viele verunsicherte und verärgerte Eltern.

Die Högersdorfer Kinder müssen zum Beispiel ab Februar für ihre Fahrkarten selbst zahlen, weil Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, also weiterführende Schulen, unter vier Kilometer weit entfernt sind. Wenn der Weg bei Schülern von weiterführenden Schulen kürzer als vier Kilometer ist, erlischt der Anspruch auf kostenlose Schülerbeförderung, bei Grundschülern gilt dies bei unter zwei Kilometern. Diese Satzung gilt seit dem 1. Februar. Heinke Schuldt vom städtischen Schulamt hat inzwischen einen Infobrief an die Eltern geschickt, der aber wohl nicht überall verstanden wurde.

Trotz Aufforderung hätten nur wenige betroffene Eltern die kostenlosen Schüler-Busfahrkarten zurückgegeben. Einige seien "bitterböse", aber es sei nicht zu ändern, erzählt sie. Behördenmühlen mahlen langsam, noch gebe es "keine offizielle Liste", welche Ortschaft bis zu welcher Schule wie viele Kilometer entfernt sei, gesteht Schuldt ein. Sobald diese vorliege, müssten aber wirklich alle ihre "Frei"-Karten zurückgeben, für die die Zwei- oder Vier-Kilometer-Grenze gelte. Wer sich nicht rege, werde "formell angeschrieben und die Karte notfalls auch in der Schule eingezogen", sagt Schuldt.

In Högersdorf hängt der Haussegen schief. Dort hatten sich Eltern schon im vergangenen Jahr heftig dagegen gewehrt, für die Schulbusfahrten ihrer Kinder die etwa 27 Euro monatlich zu zahlen. Die Alternative, Kinder zu Fuß oder mit dem Rad über die Trave-Brücke und den Pfad zum Schulzentrum zu schicken, sei unzumutbar. "Da gibt es keinen sicheren Weg, nicht einmal Beleuchtung", beschwert sich zum Beispiel Mutter Anja Walther. Karsten Immanns von der Schulverwaltung ist viel wichtiger, dass Schulkinder nicht "vom Auto auf die Hörner genommen werden können". Immanns: "Wir arbeiten daran, den Schulweg jetzt erst einmal richtig freizuschneiden, damit man den Weg auch erkennen kann." Beleuchtung sei dort allerdings nicht möglich.

Sauer ist man auch im Bad Segeberger Ortsteil Christiansfelde, wo viele Kinder einen extrem langen Schulweg (über drei Kilometer nach Elternschätzungen) bis zur Franz-Claudius-Grundschule haben. Bislang konnten die Kinder kostenlos in den Bus aus Richtung Klein Gladebrügge zusteigen. Das ist vorbei. "Mit blutendem Herzen" würden die Eltern hier nun zahlen, weiß Kommunalpolitiker Jens Röhling (SPD). Würde Christiansfelde außerhalb des Stadtgebietes liegen, müssten Kreis und Schulverband den Eltern ihre Buskosten erstatten. Röhling: "Es kann und darf nicht sein, dass bei Buskosten Familien aus der Stadt schlechter behandelt werden als die vom Dorf." Denn innerorts gibt es laut Satzung, egal wie weit die Schule entfernt liegt, grundsätzlich keine Bezuschussung für Schulfahrten.

Die Karten müssen die Eltern in Christiansfelde jetzt selbst zahlen, betont Immanns. Immerhin wolle man jetzt den alternativen Fußweg für die Knirpse sicherer machen. In der Wacholderstraße soll der stellenweise zu schmale Fußweg breiter gestaltet werden. Aber Zebrastreifen oder eine Ampel wird es nicht geben.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt aber für die Christiansfelder. Immans: Zurzeit wird geprüft, was eine kostenlose innerstädtische Schülerbeförderung kosten würde.

Von Wolfgang Glombik

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