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Högersdorf, der 07.04.2017 um 12:58 Uhr
Jäger warnen Hundebesitzer vor Infektionsgefahr

Bad Segeberger Hegering IV eröffnete wieder die Versammlungen der Kreisjägerschaft

Segeberger Zeitung, 04.03.16
Bad Segeberg. Jagdhornklänge von zwölf Bläserinnen und Bläsern ertönten am Montagabend in der Gaststätte Schützenhof – das unüberhörbare akustische Zeichen für eine Versammlung der Jägerschaft. Der Hegering IV (Jagdreviere in Bad Segeberg und Umgebung) hielt seine Jahresversammlung ab, mit der eine Trophäenschau für Rehgehörne verbunden war. Die Segeberger Grünröcke eröffneten damit, wie üblich, die in den kommenden Wochen anstehenden Versammlungen der 13 Hegeringe innerhalb der Kreisjägerschaft Segeberg.

Der einstimmig wiedergewählte Hegeringleiter Oliver Jürgens aus Bad Segeberg begrüßte 72 von 113 Mitgliedern. Anlässlich des Nachweises von Staupe-Infektionen bei Füchsen in Schleswig-Holstein empfahl er Hundebesitzern, vorsichtig zu sein und gegebenenfalls auf ausreichenden Impfschutz bei ihren Vierbeinern zu achten.

Für 60-jährige Treue zum Deutschen Jagdschutzverband ehrte der neue Geschäftsführer der Kreisjägerschaft Segeberg, Peter Karamnow, den Jäger Eitel Müller aus Bad Segeberg mit einer Nadel und Urkunde sowie für 50-jährige Mitgliedschaft Eggert Kühl (Bad Segeberg) und Hans-Adolf Völsch (Seevetal), für 40 Jahre Helmut Matzke (Blunk) und für 25 Jahre Oliver Jürgens und Irmgard Gronau-Tonn (beide Negernbötel). In seinem Amt als stellvertretender Hegeringleiter wurde Hans-G. Bischoff einstimmig bestätigt.

Kreisjägermeister Klaus Rathje betonte in der Versammlung, dass Jäger und Landwirte gegen das umstrittene allgemeine Betretungsrecht auf Feldern und Äckern seien. Die zweite Lesung für das neue Landesnaturschutzgesetz, das diesen Passus enthält, ist Ende April.

Beim Dam- und Rehwild sei die Strecke weiterhin rückläufig, beim Schwarzwild hingegen wieder steigend, erklärte Hegeringleiter Jürgens in seinem Wildstreckenbericht für das Jagdjahr 2015/2016. In den Zahlen ist das Wild enthalten, das dem Verkehr zum Opfer fiel oder durch Krankheit erlag: Damwild 59 (Vorjahr 61), Rehwild 238 (270), Schwarzwild 52 (33), Feldhasen 98 (88), Wildkaninchen 419 (291), Füchse 78 (84), Marderhunde 6 (9), Steinmarder 27 (26), Stockenten 134 (161), Ringeltauben 56 (80), Fasane 22 (12), Raben- und Saatkrähen 64 (75). Rotwild sei nicht zur Strecke gekommen, sagte Jürgens. Die meisten Kaninchen - 320 - wurden im Revier Klein Rönnau im Bereich des Campingplatzes Klüthsee erlegt.

Erstmals oblag dem Fahrenkruger Jäger Daniel Hamdorf die Bewertung der Rehgehörne des Jagdjahres 2015/2016, die an einer langen Wand im Schützenhof ausgestellt wurden. Mit einer Hege-Medaille für ein Gehörn mit einem Gewicht von 310 Gramm zeichnete er den Jäger Helmut Utke aus Klein Rönnau aus. Eine weitere Medaille ging an Tobias Frommann aus Groß Rönnau für seinen Fünf-Stangen-Bock (Gehörngewicht auch 310 Gramm).

Erfreulich sei die gute Beteiligung am Sommerspaziergang für jedermann im Revier Schackendorf gewesen, sagte Jürgens in seinem Jahresrückblick. In diesem Jahr werde das Revier Negernbötel am Montag, 4. Juli, Ausrichter sein.

Für die Jägerprüfung im April hätten sich in diesem Jahr 37 Bewerber angemeldet, berichte Kreisjägermeister Rathje. Das diesjährige Hegeringschießen wird am Freitag, 6. Mai, ab 14 Uhr auf der Anlage in Hasenmoor-Wolfsberg ausgetragen. Das Großkaliberschießen ist am Sonnabend, 1. Oktober, ab 9 Uhr. hül


Autor: S. Bölke 14.3.16