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Högersdorf, der 30.04.2017 um 12:53 Uhr
Högersdorf verzichtet auf Erhöhung d.Hundesteuer

Segeberger Zeitung, 20.4.16
Von Harald Becker

Högersdorf. Hundebesitzer müssen keine höheren Steuern zahlen. Trotz der allgemeinen Ermahnung des Gemeindeprüfungsamtes, Högersdorf solle seine Einnahmen erhöhen, verzichteten die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung im Bürgerhaus darauf.

„Wir wollen die Bürger mit Gebührenerhöhungen nicht unnötig belasten“, betonte Bürgermeisterin Renate Wieck. Es bleibt bei 40 Euro für den ersten Hund in einem Haushalt, statt der geforderten 90 Euro, bei 60 Euro für den zweiten und 80 Euro für den dritten Vierbeiner. Gefahrhunde kosten das Zehnfache. Der Begriff Gefahrhund wurde allerdings in der Satzung neu definiert. Künftig werden Rassenbezeichnungen genannt.

Auf 55 Seiten hatte das Gemeindeprüfungsamt seine Ergebnisse für die Kontrolle der Jahre 2008 bis 2014 zusammengetragen. „Mit Hilfe des Amtes Leezen werden wir eine Stellungnahme dazu abgeben“, kündigte Wieck an. „Einige Kritikpunkte wurden schon längst aus dem Weg geräumt.“

Wie von den Prüfern gewünscht, wurde die Aufwandsentschädigung für das Dienstzimmer und die Telefonkosten der Bürgermeisterin pauschaliert. Renate Wieck erhält demnach 45,56 Euro monatlich. „Dies stellt keine Erhöhung dar“, sagte Wieck, die seit knapp einem Jahr Bürgermeisterin ist.

Das kann sie künftig auch nach außen dokumentieren. Im Namen der übrigen Gemeindevertretung erhielt sie ein Präsent zu ihrem 60. Geburtstag. „Damit erfüllen wir dir sicherlich einen lang gehegten Wunsch“, gratulierte Stellvertreterin Sigrid Düwiger. Ihre Freude konnte Renate Wieck beim Auspacken nicht verbergen, denn sie erhielt ein Bürgermeisterin-Schild. „Das habe ich mir wirklich gewünscht, denn das alte Schild war ja verschwunden und außerdem fehlt jetzt nicht mehr das ’in’ am Ende der Amtsbezeichnung.“ Sie bringe das Schild an ihrem Haus an.

Gelohnt hat sich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Lampen. Der Stromverbrauch sank um über ein Drittel. In fünf Gemeindestraßen sollen jetzt weitere Lampen installiert werden, kündigte Wieck an. „Dort sind einige dunkle Ecken, die wir besser ausleuchten wollen. Zuerst wollen wir dort mit den betroffenen Bürgen sprechen, und die Eigentumsverhältnisse für die benötigten Maststandorte müssen noch geklärt werden.“


Autor: S.Bölke 20.4.16