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Segeberg löst Rotenhahns Wasserproblem

Neue Leitung und Anschluss ans Stadtnetz statt Bohrung eines neuen Brunnens
Segeberger Zeitung, 26.08.2019

Högersdorf. Für ein langjähriges Problem gibt es jetzt eine Lösung: Högersdorf lässt das Frischwasser für den Ortsteil Rotenhahn künftig vom Bad Segeberger Versorgungsunternehmens EWS (Energie und Wasser Wahlstedt/Bad Segeberg GmbH & Co KG) liefern. Das beschlossen die Gemeindevertreter. Damit sollen die schon lange von den Einwohnern bemängelten Störungen im Rotenhahner Wassernetz behoben werden.

Seit Jahren kommt das Wasser durch vermehrten Sauerstoffgehalt nur stockend in den Haushalten der rund 100 Einwohner an. Oder es ist bräunlich gefärbt. Verschiedene Varianten der Verbesserung hatte die Gemeinde erwogen, etwa den Anschluss der Leitungen an das Netz von Wittenborn. Eine Einwohnerversammlung im Juni hatte die Problematik nochmals deutlich gemacht. Das Versprechen auf eine schnelle Lösung wird jetzt umgesetzt.

Ausgehend vom Übernahmepunkt am Levo-Park in Bad Segeberg wird wohl noch in diesem Jahr eine Wasserleitung nach Rotenhahn verlegt werden.

Högersdorf muss rund 280  000 Euro für die 1523 Meter lange Leitung investieren. Mit einem durchschnittlichen Bedarf von 140 Litern pro Tag und Einwohner wird gerechnet. Schwierigkeiten mit dem Sauerstoffzusatz und der Verfärbung soll es dann nicht mehr geben.

„Der Frischwasserpreis pro Kubikmeter würde sich nach groben Schätzungen um rund 30 Cent pro Kubikmeter auf 1,70 Euro erhöhen“, erklärte Bürgermeisterin Renate Wieck. Zwei Gemeindevertreter hätten lieber eine andere Lösung gesehen: Den Eigenbetrieb behalten und einen weiteren Wasserbrunnen bohren. Doch Renate Wieck lehnt dies ab. „Diese Variante hätte viele Unwägbarkeiten.“ Die Bürgermeisterin hofft, dass der Bau der neuen Wasserleitung noch in diesem Jahr realisiert werden kann.

Enttäuscht zeigten sich die Kommunalpolitiker über die Entscheidung der Kreisverwaltung, dass in Högersdorf an der Dorfstraße bei der Einmündung der Straße Paulas Höh kein Verkehrszeichen, das auf die Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“ hinweist, angebracht werden kann. „Paulas Höh ist schwer einsehbar. Dort wird in Richtung B432 oft sehr schnell gefahren. Zur Verkehrssicherheit wäre das Schild angebracht gewesen“, meint Renate Wieck. Nun will Högersdorf ein 30 km/h-Zeichen auf der Fahrbahn anbringen. hdb
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